Was kostet Familienfreundlichkeit?

 

Vor allem kleine und mittlere Betriebe ziehen eine betriebliche Kinderbetreuung oft nicht in Erwägung, weil sie glauben, dass diese zu kostenintensiv sei. Tatsächlich aber übersteigen die Ersparnisse und Einnahmen häufig den finanziellen Aufwand. Die folgenden Rechenbeispiele zeigen Ihnen, wie sich die Kosten Ihres Unternehmens für Familienfreundlichkeit bzw. eine betriebliche Kindereinrichtung aufteilen können.

 

Modellrechnung zu familienfreundlichen Maßnahmen – ohne betriebseigene Einrichtung zur Kinderbetreuung

Von 250 Mitarbeitern des Modellunternehmens sind die Hälfte Frauen. Jedes Jahr gehen drei Angestellte in Elternzeit, im Schnitt sind 25 Mütter und Väter von Kindern unter acht Jahren beschäftigt. Schwer messbare Faktoren wie abnehmende Fehlzeiten werden in der Modellrechnung nicht berücksichtigt.


Familienfreundlichkeit

Die Modellrechnung macht deutlich, dass allein durch familienfreundliche Maßnahmen wie Telearbeit und intensiverer Elternberatung die Kosten der Elternzeit um fast 50 Prozent sinken.

 

Trotz der Ausgaben für die Belegplätze in ortsansässigen, bestehenden Kindergärten bleibt dem Unternehmen ein monetärer Vorteil von 15 Prozent.

 

Das heißt, auch kleinere oder mittlere Unternehmen, die keinen betriebseigenen Kindergarten zur Verfügung stellen, können durch verschiedene Maßnahmen von Familienfreundlichkeit profitieren.